Große Systeme sind heute häufig verteilt und in objektorientierter Technologie entwickelt. Dies erfordert eine objektorientierte Middleware, die zudem in der Lage sein sollte auch Programmiersprachbarrieren zu überwinden. CORBA ist hierzu die herstellerunabhängige, standardisierte Lösung.
Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmer soweit mit CORBA vertraut zu machen, dass sie selbständig IDL Schnittstellen für verteilte Anwendungen definieren, als Client-Entwickler mit den erzeugten Stub-Klassen arbeiten sowie als Server-Entwickler den gesamten Prozeß der Objektimplementierung und Bereitstellung als CORBA Objektreferenz beherrschen. Eine Einführung in den Nameservice ermöglicht es den Entwicklern Objektreferenzen komfortabel verfügbar zu machen und wiederzugewinnen.
Nach der einfachen Realisierung transienter Referenzen mit Default POA Policies, wird im weiteren auf die verschiedenen serverseitigen Varianten eingegangen. Hierzu werden die Policies und ihre implementierungstechnischen Implikationen vorgestellt.
Durch einen hohen Anteil von Übungen am Rechner gewinnen Sie praktische Erfahrungen, die es Ihnen ermöglichen, das Gelernte anschließend selbständig anzuwenden. Um von konkreten kommerziellen Produkten zu abstrahieren und die Übungen jederzeit nachvollziehbar zu gestalten, wird hierzu standardmäßig die Toolkette des Java JDK eingesetzt.